Der Hochsommer ist verflogen, doch in dieser Woche kamen wir gleich mehrfach ins Schwitzen. Einmal waren Gründergeist und technisches Missgeschick die Ursache.

Das war ein besonderer Moment. Als wir auf den “Start”-Knopf für unsere Supporter-Kampagne drückten. Okay, es war in Wirklichkeit ein Mausklick. Mit dem Klick verbunden eine große Vision für unser Projekt, aber auch Zweifel: Sind die Pakete gut genug geschnürt? Erklären wir unser Ziel gut genug? Sind genügend Hörer*innen bereit, unseren Podcast zu unterstützen? Wir hatten uns zuvor hingesetzt und alles genau ausgerechnet. Was kostet uns eigentlich der Podcast ohne Sender im Rücken? Studio-Equipment, Hosting, Audio-Tools — ohne Sender müssen wir in die Infrastruktur investieren und laufende Kosten bewältigen. Deswegen haben wir uns zum Ziel gesetzt, dass wir uns den Podcast nur dann leisten können, wenn wir bis Ende September 500 Euro monatlich einnehmen. Nur dann können wir es uns leisten im Oktober weitermachen. Vor zwei Tagen haben wir die Kampagne gestartet und schon jetzt sind 30 Prozent des Ziels erreicht. Deswegen auch unsere Bitte an dich: Wenn auch dir die Zukunft von unserem Podcast am Herzen liegt, dann werde Teil unserer Community und sichere die Startfinanzierung.

Der andere Moment war völlig unnötig. Nach der Podcast-Aufnahme am Donnerstagabend mussten wir unseren Gast Dani Woytewicz (von ihr gab es wunderbare Insights zur digitalen Formatentwicklung) noch einmal anpingen. “Kannst du noch mal online kommen? Deine Audio-Spur ist verschwunden …” — der Horror für einen Audio-Menschen. In unserem ersten Podcast haben wir uns mit der Software Studio-Link zusammengeschaltet, das war okay aber nicht überragend. Für die zweite Ausgabe sind wir auf Zencastr geschwenkt, weil man dort O-Töne und Sounds (Hallo, Posthorn!) bequem zuspielen kann. Was wir beim ersten Mal nicht wußten: Wenn sich der Gast in der laufenden Aufnahme verabschiedet und Zencastr schließt, verschwindet auch die Audio-Spur aus der Hauptansicht. Für ein paar Minuten stockte der Atem. 90 Minuten Talk noch einmal genauso gut wiederholen? Doch Dani kam zurück, wir probierten verschiedenes aus und Dank des rettenden Hinweises von Herrn Pähler konnten wir die Audio-Spur wieder restaurieren. Es gab am Ende aber noch einen Ärger, den wir im Funkhaus nicht hatten. Bei Daniels Aufnahme ist das Mikrofon von dem guten Reportermikrofon auf das eingebaute Laptop-Mikrofon gesprungen – entsprechend war die Aufnahme nicht optimal. Ärgerlich, nächste Woche wird es besser.

Eine Erkenntnis steht schon bei der zweiten eigenen Podcast-Ausgabe fest: Jede Woche lernt man ein bisschen dazu.

Eine Übersicht aller Einträge des Umbau-Tagebuchs findet ihr hier.